Das Publikum sitzt erwartungsvoll auf seinen Plätzen. Erst erfüllt vorfreudiges Gerede, dann laute Stille den Publikumsraum. Plötzlich schwingt der Vorhang auf und offenbart eine beeindruckende Kulisse. Doch die Bühne selber ist leer. Bamm! Ein Knall ertönt, Rauch überflutet den Raum und heraus bildet sich die schwarze Silhouette einer Frau. Eines Mädchens. Oder doch einer Frau? Dem Publikum ist es egal.
Blaues Licht uhüllt sie und lässt den Nebel um sie herum wie eine Aura aussehen. Die Zuschauer sehen gebannt zu, als mit einem Mal Musik ertönt und die Gestalt beginnt, zu tanzen. Den Kopf behält sie dabei gesenkt, damit vorerst niemand die Maske bemerkt, die sie vor dem Gesicht trägt und mit einer Kaputze bedeckt.
Stille. Die Musik verstummt, das Mädchen erstarrt und es ertönt eine sanfte, liebliche Melodie.
Scheinwerfer leuchten bunte Wege ins schwarze Nichts und treffen auf Hindernisse. Dann verweht ihre letzte Spur und der Raum wird hell erleuchtet.
Die Tänzer springen aus der Schwärze und stehen der erstarrten Frau zur Seite, indem sie zur nun wieder lauten Musik tanzen.
Später ist die Bühne wieder schwarz, der Zuschauerraum leer. Die Tänzer längst gegangen.
Ein einziger Scheinwerfer strahlt sein sanftes Blau auf etwas, das verloren auf dem Tanzparkett liegt.
Die Maske der Frau.
Mit der Vorderseite, die die ganze Zeit das Publikum betört hat, nach unten gewandt, entblösst sie ihr farbloses Inneres. Etwas glitzert. Dort, wo die Schlitze für die Augen herausgeschnitten sind, sammelt sich im Augenwinkel ein Tropfen farbloses Nass.
Huhu :)
AntwortenLöschenIch bin's, Regenbogen^^
Wundervoll, dass du endlich mit dem Schreiben angefangen hast :)
Und der text... waah, Gänsehautfaktor!
Hoffe, bald wieder etwas von dir zuhören :)
Regenbogen ...